EINFÜHRUNG IN DAS GESUNDHEITSSYSTEM IN SPANIEN

Allgemeine Informationen zur spanischen Sozialversicherung “Seguridad Social”:

Die spanische Sozialversicherung "Seguridad Social" ist eine staatlich betriebene Versicherung, die für alle Bürger in arbeitenden Verhältnissen zwingend ist. Alle müssen bei dieser Versicherung gemeldet sein.  Der Mindestbeitragssatz ist vergleichsweise niedrig für einen Selbständigen (255 Euro, Stand Januar 2013), wenn man mal über die Grenzen zu den Nachbarländern schaut. Alle öffentlichen Krankenhäuser "Hospital público" und Gesundheitszentren "Centro de Salud" stehen dem Sozialversicherten, damit allen Bürgern, offen. Wenn diese (r) selbständige (r) Frau/Mann und Kinder hat, können diese bei ihm mitversichert sein, wenn der Partner nicht selbst versichert ist. Dann ist der monatliche Beitrag fast schon lächerlich zu nennen.

Die Sozialversicherung gewährleistet eine Grundversorgung und ihr momentaner Zustand ist  vor allem auf den Kanarischen Inseln als solcher zu bezeichnen. Denn es herrscht Mangel an Ärzten und Pflegepersonal und die Wartelisten für Spezialisten und OP´s sind teilweise sehr lang.  Doch wenn man den Beitragssatz zur erhaltenen Leistung in ein Verhältnis setzt, so ist diese immer noch recht gut. Wer es sich leisten kann, umgeht die Wartelisten und geht privat zum Arzt.

Weiter Informationen zur Anmeldung finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

 

Selbstständige Beschäftigung "Autónomos":

Wenn Sie als Freiberufler oder selbstständiger Unternehmer tätig sind, so gilt für Sie die Versicherungspflicht über die staatliche Sozialversicherung “Seguridad Social”. Sie müssen sich also auf jeden Fall als Selbstständiger im Modus “Régimen Especial de Trabajadores Autónomos” oder umgangssprachlich “Autónomo” anmelden und versichern. Selbstverständlich können Sie Zusatzversicherungen abschließen, die Sie aber nicht von der Versicherungspflicht bei der Seguridad Sozial befreien.
Vorteil: Wenn Sie sich mit dem Mindestgehalt anmelden, zahlen Sie momentan nur ca. 253 Euro pro Monat
(Einführung, mehr unter Behörden.)

Angestellte Beschäftigung "A cuenta ajena":

Der Arbeitgeber führt an die Sozialversicherung den geforderten Betrag für den Angestellten und den Arbeitgeberanteil vollständig ab. Damit stehen dem Angestellten alle staatlichen Gesundheitszentren "Centros de Salud" und staatlichen Krankenhäuser "Hospital público" offen.
Er bekommt eine Sozialversicherungskarte "Tarjeta de Seguridad Social", die im ganzen spanischen Staatsgebiet Gültigkeit besitzt. Sollte er/sie verheiratet sein und der Ehepartner arbeitet nicht, ist also nicht getrennt versichert, so wird der Partner beim Angestellten mitversichert. Das selbe gilt dies für die Kinder.

Zusatzversicherungen: Diese staatliche Sozialversicherung "Seguridad Social", die Kranken-, Renten- und Sozialversicherung in einem ist, ist eine Pflichtversicherung, die für alle zwingend vorgeschrieben ist, ganz gleich ob selbständig oder angestellt arbeitend. Eine private Vorsorge ist jedem offen gestellt, sofern man sie finanzieren kann. Dazu ist zu sagen, dass die privaten Versicherungen in Spanien um einiges günstiger sind, als z.B. in Deutschland.

 

IM NOTFALL

Notaufnahme "Urgencias":

Im nächstliegenden Krankenhaus erhalten Sie im Notfall Hilfe. Ist der Fall sehr dringlich oder gar lebensbedrohlich, werden Sie sofort behandelt. Ist der Fall allerdings nicht sehr dringend, dann kann es unter Umständen schon bis zu 2 Stunden dauern, bis Sie den Facharzt zu Gesicht bekommen. Vorher werden Sie von Pflegern und einem Allgemeinarzt befragt und untersucht, der einen ersten Bericht erstellt.
Müssen Sie am Wochenende oder nach 15 Uhr in die Notaufnahme eines öffentlichen Krankenhauses, müssen Sie mit längeren Wartezeiten rechnen, sollte ein Facharzt erforderlich sein. Diese haben dann nämlich nur Notdienst oder Dienstschluss und werden bei Bedarf benachrichtigt. Je nach Dringlichkeit lassen diese sich dann auch Zeit. Geduld ist also auf Seite der Patienten gefragt.

Staatliche Kliniken "Clínicas públicas":

Sind Sie in einem öffentlichen Krankenhaus und Sie haben das E-111/Europäische Krankenversicherungskarte dabei, so kann die Abrechnung direkt mit Ihrer Krankenkasse im Heimatland erfolgen. Sollten Sie also das E-111 dabei haben, so legen Sie es gleich bei der Anmeldung in der Notaufnahme mit den Personalien des Erkrankten vor.

Private Kliniken "Clínicas privadas":

In privaten Krankenhäusern müssen Sie die Behandlung selbst bezahlen, und können dann die Rechnung bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Wieviel Ihnen davon erstattet wird, hängt von Ihrer Kasse ab. Die Rechnung wird Ihnen an Ihren Wohnort im Heimatland geschickt, wonach Sie dann eine Überweisung tätigen können.
Der offizielle Notruf ist auch hierzulande 112. Krankenwagen oder Helikopter werden je nach Ort des Geschehens schnellst möglich entsandt.
Sollten Sie auf einer der kleineren Inseln sein, und der Patient benötigt dringend eine Behandlung oder Betreuung durch einen Spezialisten, die/den es vor Ort nicht gibt, so wird der Patient mit dem Helikopter meist nach Gran Canaria ins Hospital Insular geflogen. Kinder kommen ins Materno Infantil. Beide Krankenhäuser genießen einen ausgezeichneten Ruf.

Staatliches Gesundheitszentrum "Centro de Salud":

Sollten Sie sich ein wenig in Ihrer Umgebung auskennen und Sie haben nur ein kleineres gesundheitliches Problem, können Sie auch eines der Gesundheitszentren aufsuchen. Dort finden Sie Allgemeinärzte "Médicos de Familia", Kinderärzte "Pediátras" und Hebammen "Matronas", zum Teil auch Psychologen und Zahnärzte. Allerdings sind diese Zentren nur von Montag bis Freitag besetzt. Am Wochenende gibt es lediglich einen Notdienst mit Krankenschwestern und Hausärzten.

Apotheken "Farmacias" und Apotheken die Notdienst haben “Farmacias de Guardia”:

Die Apotheken in den Einkaufsmeilen der großen Städte haben teilweise durchgehende Öffnungszeiten. Die meisten schließen zwischen 13 Uhr und 16.30 Uhr. Am Wochenende schließen die meisten um 13 Uhr, in großen Einkaufszentren wiederum kann es sein, dass sie noch einmal von 17 Uhr bis 20 Uhr öffnen. Am Sonntag haben verschiedene Apotheken Notdienst. Auf den kleineren Inseln kann es durchaus sein, dass es im Ganzen nur 3-5 Apotheken gibt, die an einem Feiertag geöffnet haben. Erfragen Sie im Gesundheitszentrum oder im Krankenhaus, welche Apotheke offen ist.

Apotheken die Notdienst haben “Farmacias de Guardia”, können Sie unter anderen online bei den jeweiligen Apothekenkammern erfahren:

 

Medikamente "Medicamentos":

Auch wenn Sie mit dem E-111 behandelt wurden und die Kosten somit direkt mit Ihrer Krankenkasse abgerechnet werde, die Medikamente müssen Sie selbst bezahlen. Versuchen Sie, die Rechnung nachträglich bei Ihrer Krankenkasse einzureichen. Der Versuch schadet nicht.

 

PRIVATÄRZTE "Médicos privados/particulares"

Privatärzte Vollzeit:

Es gibt Ärzte, die eine eigene Praxis haben und Vollzeit in dieser arbeiten. Diese Praxen sind in der Regel auf ein Fachgebiet spezialisiert, wie z.B. der Orthopäde, Dermatologe, etc.

Privatärzte Teilzeit:

Und es gibt Ärzte, die ihre normale Schicht im staatlichen Krankenhaus arbeiten, und dann nachmittags noch in einer privaten gemeinschaftlichen Praxis von vielen Ärzten Dienst schieben. Hier können Sie eine Vielzahl an Spezialisten antreffen, von denen manche sogar von einer anderen Insel oder sogar vom Festland wöchentlich einmal zur Sprechstunde kommen, da es sonst auf der Insel keinen privaten Spezialisten auf diesem Gebiet gibt.
Manche dieser Gemeinschaftspraxen bieten eine Art Mitgliedschaft/eigene Versicherung an. Für einen monatlichen Beitrag können Sie sich bei Bedarf von einem der Ärzte der Praxis behandeln lassen. Und diese Praxen bieten ein wirklich breites Spektrum an Fachärzten an, um möglichst attraktiv für den Patienten zu sein.

Volle Privatversicherung "Seguro Privado":

Genauso wie in anderen europäischen Ländern haben Sie einige große Versicherungen, die Ihnen eine komplette Vollversicherung mit Zahnversicherung oder ohne anbieten. Dabei werden Ihnen manchmal verschiedene Kategorien angeboten, die die Ortswahl für die Behandlung betreffen. So gibt es z.B. den Tarif bei dem Sie sich weltweit behandeln lassen können, dann einen Tarif für eine europaweite Behandlung etc.
Eine Liste der Krankenhäuser, die mit der Versicherung zusammenarbeiten erhalten Sie von der Versicherungsgesellschaft. Sie können schon eine Versicherung  für 2 Erwachsene und 3 Kinder mit Zahnversicherung  für knapp 2.500 Euro im Jahr bekommen.

Private Zusatzversicherung "Seguro Complementario":

Sie haben auch die Möglichkeit, eine Teilversicherung für die Dinge abzuschließen, die für Sie vielleicht besonders wichtig sind, wie Zahnversicherung oder stationäre Aufenthalte. Da lohnt es sich, die verschiedenen Versicherungen durch zu schauen und das Kleingedruckte genau zu lesen. Sie sichern sich somit eine Behandlung im Falle von längeren Wartezeiten im staatlichen System oder dass die Behandlung vom staatlichen System gar nicht getragen wird.

 

AUSLANDSAUFENTHALT – EU VERSICHERUNGSKARTE E-111 "Tarjeta Sanitaria Europea"

Wo beantragen:

Das ehemalige E-111, heute die europäische Krankenversicherungskarte "Tarjeta Sanitaria Europea" beantragen Sie im Heimatland bei Ihrer Krankenversicherung kurz vor Ihrem Auslandsaufenthalt. Früher waren das einzelne Blätter oder ganze Hefte mit je einem Blatt für das jeweilige Land. Heute sind das Kärtchen im Scheckkartenformat, die für jede Person einzeln ausgestellt werden. Diese Kärtchen haben eine begrenzte Gültigkeit, die auf den Karten vermerkt ist.

Wenn Sie umgekehrt in Spanien versichert sind und ins Ausland verreisen, müssen Sie bei der Sozialversicherung Ihr Kärtchen holen und sich informieren, an welchen Träger Sie sich im Krankheitsfall im Reiseland wenden müssen.
In Deutschland z.B. müssen Sie zur AOK Versicherung und sich dort mit der E-111 Karte einen AOK- Krankenschein holen, damit Sie zum Arzt können. Das bedeutet, Sie sollten sich schon bei ersten Anzeichen einer Krankheit den Krankenschein holen, damit Sie nicht am Wochenende dastehen und die Behandlung doch selber bezahlen müssen.

Wo gilt die Karte E-111:

Innerhalb der EU wurde eine Regelung getroffen, nach der alle EU-Bürger denen des Aufenthaltsortes gleichgestellt werden und somit der Erhalt der sozialen Leistungen über die Grenzen hinweg sichergestellt ist. Dies gilt für:

Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern.

Damit ist die nötige Krankenversorgung für Sie und Ihre Familienangehörigen in den Mitgliedstaaten der EU sichergestellt.
Nach dem Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gilt diese Rechtsgrundlage auch für Norwegen, Island und Liechtenstein. Sie ist auch auf die Schweiz anwendbar. Fragen Sie auch nach, in welchen Ländern ausserhalb der EU die Vereinbarung für Sie gilt.

Wofür brauche ich die E-111:

In Spanien werden Sie bei Vorlage der EU-Versicherungskarte "Tarjeta Sanitaria Europea" und Ihres Ausweises in jedem staatlichen Krankenhaus "Hospital público" oder Gesundheitszentrum "Centro de Salud" bei Notfällen behandelt. Es gelten für Sie dieselben Regeln wie für jeden anderen in Spanien versicherten Patienten. Aber es muss ein Notfall sein oder ein chronische Erkrankung die eine Behandlung im Urlaubsland vor Ort notwendig macht.
Wenn Sie die Versicherungskarte nicht dabei haben, werden Sie bei einem Notfall dennoch behandelt und nicht wie in den USA auf der Strasse stehen gelassen. Sie müssen Ihre Heimatadresse und Personalien angeben und die Behandlung privat bezahlen, aber Sie bekommen die bestmögliche Behandlung. Spanien ist halt doch ein Urlaubsland.

Abrechnung im Krankheitsfall:

Wenn Sie keine EU-Versicherungskarte haben, müssen Sie entweder sofort in Bar bezahlen, oder es wird Ihnen die Rechnung nach Hause zugesandt von wo aus Sie diese dann per Überweisung bezahlen können. Meistens bekommen Sie die Rechnung zugeschickt, wenn Sie eine Versicherungskarte einer privaten Versicherung vorlegen können.

Wenn Sie die EU-Versicherungskarte vorgelegt haben, dann erfolgt die Abrechnung direkt zwischen den Krankenkassen und Sie sparen sich einiges an Zeit.

 

SOZIALVERSICHERUNG, "SEGURIDAD SOCIAL"

Allgemeine Informationen:

Die spanische Sozialversicherung "Seguridad Social" ist eine staatlich betriebene Versicherung, die für alle Bürger in arbeitenden Verhältnissen zwingend ist. Alle müssen bei dieser Versicherung gemeldet sein.  Der Mindestbeitragssatz ist vergleichsweise niedrig für einen Selbständigen (255 Euro, Stand Januar 2013), wenn man mal über die Grenzen zu den Nachbarländern schaut. Alle öffentlichen Krankenhäuser "Hospital público" und Gesundheitszentren "Centro de Salud" stehen dem Sozialversicherten, damit allen Bürgern, offen. Wenn diese (r) selbständige (r) Frau/Mann und Kinder hat, können diese bei ihm mitversichert sein, wenn der Partner nicht selbst versichert ist. Dann ist der monatliche Beitrag fast schon lächerlich zu nennen.

Die Sozialversicherung gewährleistet eine Grundversorgung und ihr momentaner Zustand ist  vor allem auf den Kanarischen Inseln als solcher zu bezeichnen. Denn es herrscht Mangel an Ärzten und Pflegepersonal und die Wartelisten für Spezialisten und OP´s sind teilweise sehr lang.  Doch wenn man den Beitragssatz zur erhaltenen Leistung in ein Verhältnis setzt, so ist diese immer noch recht gut. Wer es sich leisten kann, umgeht die Wartelisten und geht privat zum Arzt.

Internationale Sozialversicherung:

Die spanische Sozialversicherung ist durch bilaterale Verträge und europäische sowie andere internationale Gesetze auch in die internationalen Verflechtungen eingebunden. In Europa gibt es eine rechtliche Grundlage, die es den Bürgern ermöglicht, in einem Land zu arbeiten und dort soziale Leistungen zu erhalten, auch wenn die Beiträge in einem anderen Land erbracht werden. Diese Internationale Sozialversicherung beinhaltet Leistungen an Kranke, Rentner, Waisen und Witwen, die länderübergreifend erbracht werden. Dies gilt auch für in Spanien lebende Rentner, Witwen und Waisen anderer Nationalität, deren Beiträge in einem anderen europäischen Land erbracht wurden.

Anmeldung bei der spanischen Sozialversicherung für Selbständige:

Sozialversicherungsnummer:
Sie müssen sich bei der Sozialversicherung als erstes eine Nummer zuweisen lassen, die Sie dann lebenslänglich begleiten wird. Diese Nummer beantragen Sie mit dem Formular TA.6. Sie finden dieses Forumlar unter

http://www.seg-social.es/Internet_1/Empresarios/Inscripcion/Servicios/Modelosdesolicitudd31193/ModeloTA6Solicitudd48532/index.htm .

ACHTUNG: Unbedingt immer in Großbuchstaben ausfüllen.

Zusätzlich zu diesem Formular benötigen Sie:

    Original + Fotokopie eines gültigen Ausweises/Pass des Antragstellers
    Original + Fotokopie der N.I.F. – Steuernummer "Número de Identificación Fiscal", die Sie vorher für die Gründung Ihrer Geschäftstätigkeit beim Finanzamt beantragen müssen.

Anmeldung einer Firma mit mehreren Beschäftigten:

Die nachfolgend genannten Punkte gelten ebenso für ausländische Firmen, die in Spanien Niederlassungen eröffnen oder den Firmensitz nach Spanien verlegen möchten.

Sie benötigen:

    Original + Fotokopie eines gültigen Ausweises/Pass des Antragstellers
    Original + Fotokopie der N.I.F. – Steuernummer "Número de Identificación Fiscal", die Sie vorher für die Gründung Ihrer Geschäftstätigkeit beim Finanzamt beantragen müssen.
    Original + Fotokopie der notariellen Gründungsurkunde der Firma, die ordnungsgemäß beim Handelsregister "Registro Mercantil" eingetragen ist, oder ein entsprechendes Zertifikat des Handelsregisters. (Bei Eigentümergemeinschaften wird das Protokollbuch "Libro de Actas" vorgelegt).
    Ein Dokument (notarielle Vollmacht), das den Antragsteller zu dieser Handlung berechtigt, wenn dies nicht eindeutig aus der Gründungsurkunde der Firma hervorgeht.

Änderungen jeglicher Daten oder Abmeldung:

Jegliche Änderung der bei der Anmeldung abgegebenen Daten muss der Sozialversicherung mitgeteilt werden. Auch wenn die Firma oder die Selbständige Person die Tätigkeit beendet muss diese Veränderung mitgeteilt werden. Dazu müssen Sie das Formular TA.7 ausfüllen.

http://www.seg-social.es/Internet_1/Empresarios/Inscripcion/Servicios/Modelosdesolicitudd31193/ModeloTA7Solicitudd48799/index.htm

Anmeldung Ehefrau/mann:

Der Ehepartner muss mit dem schon versicherten Partner zur Sozialversicherung gehen und folgende Dokumente vorlegen:

    Versicherungskarte des Hauptversicherten
    Originale + Fotokopien der Ausweise beider Partner
    Originale + Fotokopien der Internationale Heiratsurkunde
    Originale + Fotokopien Spanisches Familienbuches   

Anmeldung der Kinder:

Um die Kinder anzumelden muss der Hauptversicherte mit folgenden Dokumenten  erscheinen:

    Versicherungskarte des Hauptversicherten Elternteils
    Originale + Fotokopien Ausweise Eltern + Kinder
    Originale + Fotokopien vom spanisches Familienbuch oder Auszug aus dem Zivilregister mit dem Eintrag des Kindes "Certificación Literal del Registro Civil"
    Originale + Fotokopien der NIE der Kinder

Wenn die Ehefrau bei ihrem Partner mitversichert ist, bekommt sie eine eigene Karte, auf der Platz für den Eintrag der Kinder ist. Dann müssen Sie diese Karte zusätzlich zur Karte des Hauptversicherten mitbringen um auf dieser dann die Kinder eingetragen zu lassen.

Rentenzahlungen ins Ausland und Krankenversicherungsleistungen:

Rentner, die sich in Spanien zur Ruhe setzen und aus einem anderen EU-Staat stammen, haben das Recht, sich ihre in einem anderen EU-Land erworbenen Rentenansprüche an ihrem Alterswohnsitz auszahlen zu lassen. Dazu müssen Sie einen Nachweis bringen, dass Sie ihren Wohnsitz verlegt haben und ein Antragsformular der jeweiligen Rentenkasse ausfüllen, um die Rente nach Spanien überwiesen zu bekommen. (Dazu genaueres unter „Auwandern nach Spanien“)
Ebenso verhält es sich mit der Krankenabsicherung. Sie haben das Recht, in Spanien zu wohnen und zum Arzt zu gehen, auch wenn die Krankenkassenbeiträge in einem anderen Land erbracht wurden.
Sie müssen zu Ihrer Krankenkasse im Heimatland gehen und sich das Formular E-121 geben lassen. Damit gehen Sie in Spanien zur gesetzlichen Krankenversicherung und lassen sich die spanische Versicherungskarte geben. Nun können Sie das staatliche Gesundheitssystem nutzen wie jeder Spanier. Sie können aber auch NUR dieses nutzen und müssen sich wie die Spanier auch an die Regeln halten, dürfen also nur zu den Vertragsärzten und – einrichtungen gehen. Es gelten aber dieselben Bestimmungen für Sie wie für die Spanier bei der Behandlung und Zahlung von Medikamenten.

In Deutschland gilt, dass Renter, die ihren Wohnsitz dauerhaft ins Ausland verlegt haben, dennoch Anspruch auf Behandlung in Deutschland haben. Dies ist zwar nicht in den europäischen Regelungen vorgesehen, wurde aber vom Bundessozialgericht so entschieden. Auf Antrag stellt Ihnen daher Ihre gesetzliche Krankenkasse die neue elektronische Gesundheitskarte aus, auch wenn Sie fest in Spanien wohnen.

Versetzte Arbeitnehmer:

Von ihrer Firma versetzte Arbeitnehmer sind weiterhin bei der Sozialversicherung versichert, allerdings muss diese Versetzung der Versicherung mitgeteilt werden, damit der Versicherungsschutz in dem Versetzungsland auch gegeben ist.

Arztbesuch in Spanien für Residente:

Wenn Sie in Spanien staatlich versichert sind, dann können Sie zum nächsten Gesundheitszentrum “Centro de Salud” in Ihrer Umgebung gehen und sich dort einen Hausarzt “Médico de cabezera” zuweisen lassen. Für Kinder wird Ihnen ein Kinderarzt zugewiesen. Zu diesem Haus- oder Kinderarzt gehen Sie, wenn Ihnen oder Ihrem Kind etwas fehlt.
Sollte ein Spezialist von Nöten sein, so wird der Haus-/Kinderarzt Sie an diesen überweisen. Die Spezialisten sind immer im Krankenhaus angesiedelt. Dort hat jeder Facharzt Sprechstunden für Patienten. Die Termine werden vom Krankenhaus selbst vergeben und es ist in den meisten Fällen normal, dass es bis zum Zeitpunkt des Termins 3 Monate oder mehr dauert, wenn es nicht sehr dringlich ist.
Es gibt drei Einstufungen für die Terminvergabe, die der überweisende Arzt festlegt – nicht dringlich, dringlich, sehr dringlich/sehr eilig.
Sollte es also mal sehr eilig sein, werden Sie auch den nächst möglichen Termin bekommen, der frei ist. Und sollte es dennoch länger als eine Woche dauern, bis Sie den Spezialisten aufsuchen können und Ihre Lage verschlimmert sich zu einer akuten Notlage, so steht Ihnen immer noch die Notaufnahme zur Verfügung. Dort werden die Spezialisten gerufen, wenn Sie deren Hilfe sofort benötigen.

 

IMPFUNGEN IN SPANIEN

Kinder:

In Spanien gilt der europäische Impfkalender "calendario vacunal" und  die Vorsorgeuntersuchungen U1-U14 "Revisiones pediátricas".
Die Kinder werden demnach geimpft gegen:

Erwachsene:

In Spanien werden momentan folgende Impfungen von der Sozialversicherung gezahlt.

 

070537-glossy-black-3d-button-icon-alphanumeric-information2-ps  35Alle Angaben in dieser Wissensdatenbank beruhen auf Erkenntnissen im Zeitpunkt der Textabfassung. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, könne wir keine Gewähr übernehmen.